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Hochschulen in Deutschland

Hochschulen dienen der Pflege und Entwicklung der Wissenschaften und der Künste durch Forschung, Lehre und Studium. Sie bereiten auf berufliche Tätigkeiten vor, die die Erarbeitung und Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden oder die Fähigkeit zur künstlerischen Gestaltung erfordern.

In der amtlichen Hochschulstatistik werden alle nach dem Recht eines Landes in Deutschland anerkannten Hochschulen unabhängig von der Trägerschaft (öffentliche oder private Hochschulen) erfasst. Die amtliche Hochschulstatistik hat Hochschularten definiert, die in "Wissenschaft weltoffen" folgende Gruppen umfassen:

WWO
Hochschularten
Amtliche Statistik
Hochschularten
Universitäten u.ä. Hochschulen (einschl. Kunst- und Musikhochschulen) Universitäten
Gesamthochschulen (bis Sommersemester 2002)
Pädagogische Hochschulen
Theologische/kirchliche Hochschulen
Kunst- und Musikhochschulen
Fachhochschulen Fachhochschulen (ohne Verwaltungsfachhochschulen)
Verwaltungsfachhochschulen

Diesen Hochschularten sind die einzelnen nach Hochschulschlüssel der amtlichen Statistik ausgewiesenen Hochschulen zugeordnet.

Die Statistik zum Wintersemester 2010/11 erfasst in Deutschland insgesamt 415 Hochschulen (386 für das Prüfungsjahr 2011), davon waren 128 Universitäten u.ä. Hochschulen (122 für das Prüfungsjahr 2011), 51 Kunst- und Musikhochschulen, 236 Fachhochschulen einschl. Verwaltungsfachhochschulen (213 für das Prüfungsjahr 2011).

Hinweise zu den Hochschularten der amtlichen Statistik:

  • Zu den Universitäten zählen die Technischen Universitäten und andere gleichrangige wissenschaftliche Hochschulen (außer Pädagogischen, Theologischen und Gesamthochschulen).
  • Gesamthochschulen umfassten Ausbildungseinrichtungen von wissenschaftlichen und von Fachhochschulen, z.T. auch von Kunst- und Musikhochschulen. Seit dem Wintersemester 2002/2003 werden sie nicht mehr gesondert, sondern ausschließlich als Universitäten erfasst.
  • Pädagogische Hochschulen sind überwiegend wissenschaftliche Hochschulen mit Promotionsrecht. Sie bestehen nur noch in Baden-Württemberg als selbständige Einrichtungen. In den übrigen Ländern sind sie in Universitäten meistens als eigenständige Fakultäten einbezogen.
  • Theologische Hochschulen sind kirchliche sowie staatliche philosophisch-theologische und theologische Hochschulen. Nicht dazu gehören die theologischen Fakultäten/Fachbereiche der Universitäten.
  • Kunst- und Musikhochschulen sind Hochschulen für bildende Künste, Gestaltung, Musik, Schauspielkunst, Medien, Film und Fernsehen. Die Aufnahmebedingungen unterscheiden sich oft von denen der Universitäten, da die Aufnahme der Studierenden häufig aufgrund von Begabungsnachweisen oder Eignungsprüfungen erfolgt.
  • Fachhochschulen bieten eine stärker anwendungsbezogene Ausbildung in Studiengängen für Ingenieure und für andere Berufe, vor allem in den Bereichen Wirtschaft, Sozialwesen, Gestaltung und Informatik.
  • Die Fachhochschulen (ohne Verwaltungsfachhochschulen) und die Verwaltungsfachhochschulen werden in der amtlichen Hochschulstatistik als getrennte Hochschularten ausgewiesen. In der letzteren Gruppe sind diejenigen verwaltungsinternen Fachhochschulen zusammengefasst, an denen Nachwuchskräfte für den gehobenen nichttechnischen Dienst des Bundes und der Länder ausgebildet werden. Daneben bestehen weiterhin behördeninterne Hochschulen, die anderen Hochschularten zugeordnet sind.

Die Prüfungsstatistik kennt 2 weitere Hochschularten. Da bei einigen Hochschulabschlüssen wie z.B. der Promotion die Absolventen nicht bis zum Zeitpunkt der Prüfung immatrikuliert sein müssen, kann der Fall auftreten, dass Hochschule, an der sie zuletzt immatrikuliert waren, nicht mehr existiert oder sie zuletzt im Ausland immatrikuliert waren. Die Fälle werden unter "sonstige Hochschulen" oder "Hochschulen im Ausland" erfasst.

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