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Methodische Anmerkungen
Methodische Anmerkungen
2.2 Themenbereich: Ausländische Absolventen in Deutschland
Auch für diesen Themenbereich ist die Informations- und Datenlage sehr
gut mit sporadischen Einschränkungen. Von der amtlichen Hochschulstatistik
werden nur Abschlussprüfungen erfasst. Vor- und Zwischenprüfungen,
die in Deutschland immer noch nicht in jedem Studiengang gefordert werden, werden
nicht erhoben.
Daten über bestandene Abschlussprüfungen ausländischer Studierender
in Deutschland (ausländische Hochschulabsolventen) liegen in vergleichbarer
Differenziertheit vor wie Daten zu ausländischen Studierenden. Sie können
- wie jene - sehr tief gegliedert - bis zur einzelnen Hochschule - ausgewertet
werden.
Von den zahlreichen im Hochschulstatistikgesetz festgelegten Merkmalen der
amtlichen Prüfungsstatistik wird nur eine kleine Auswahl für "Wissenschaft
weltoffen" ausgewertet.
Die Validität der Daten der Prüfungsstatistik entspricht der der
amtlichen Studentenstatistik. Allerdings gibt es auch hier Sachverhalte, die
zu unbefriedigenden Ergebnissen führen. Dazu Beispiele:
- Bei dezentraler Organisation der Prüfungsämter an Hochschulen
"melden" kleinere, meist personell schwach besetzte Prüfungsämter
zuweilen bestandene Prüfungen später an das zuständige statistische
Landesamt als terminlich festgelegt. Von den kontrollierenden Statistischen
Landesämtern kann zuweilen nicht erkannt werden, ob Prüfungsmeldungen
kleiner Prüfungsämter der Hochschulen fehlen oder ob keine Prüfungen
stattgefunden haben. Da bereits aufbereitete und veröffentlichte Daten
der amtlichen Statistik nachträglich nicht korrigiert werden (können),
kann es Abweichungen zwischen den Daten der amtlichen Statistik und der Hochschulen
für einen bestimmten Zeitraum geben. Diese Abweichungen sind in der Regel
geringfügig und tolerabel, können aber dennoch vor allem bei Hochschulen
Zweifel an der Validität der Daten bei nicht mit der Statistik Vertrauten
auslösen.
- Für Promotionsstudium können keine validen Verweil- und Fachstudienzeiten
ermittelt werden, weil dieses Studium - wie bereits skizziert - an den einzelnen
Hochschulen verwaltungsgemäß unterschiedlich gehandhabt wird. Auswertungen
zur Dauer von Promotionen geben deshalb keine Auskunft über die tatsächlich
benötigte Zeit, deshalb wird auf die Ausweisung von Studienzeiten für
ein Promotionsstudium verzichtet.
- Durch die einfache globale Gegenüberstellung von Studienanfängern,
Studierenden und Absolventen für Ausländer bzw. Bildungsausländer
wird zuweilen versucht, erste Anhaltspunkte über die Höhe des Studienabbruchs
und damit der Studieneffizienz dieser Hochschulklientel zu erhalten. Mit den
Daten der amtlichen Hochschulstatistik allein ist dies nicht möglich,
da ein durch die verfügbaren Daten nicht abschätzbarer Teil der
Bildungsausländer-Studienanfänger von vornherein nur ein Teil ihres
Studiums an deutschen Hochschulen absolvieren wollen und damit gar nicht beabsichtigen,
eine Abschlussprüfung an einer deutschen Hochschule abzulegen. Damit
fehlt eine gesicherte Größenangabe für eine wichtige Grundgröße
einer solchen Betrachtung.
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