
2.7 Themenbereich: Ausländische Doktoranden in Deutschland
Die wichtigste Quelle für ausländische Promovierende ist die amtliche Studierendenstatistik. Sie liefert allerdings nur Daten zu den an einer Hochschule eingeschriebenen Promotionsstudierenden. Ausländische Doktoranden, die als Mitarbeiter an einer Hochschule arbeiten oder extern promovieren, d. h. während ihrer Promotion einem Beschäftigungsverhältnis außerhalb der Hochschule nachgehen und nicht immatrikuliert sind, werden von dieser Statistik nicht oder nur unzureichend erfasst. Bei den dargestellten Werten ist deshalb von einer Untererfassung der Doktoranden auszugehen. Die dargestellten Daten zu den ausländischen und deutschen Promovierenden sind Tendenzwerte, die wesentliche Entwicklungen des Promotionsstudiums ausländischer Doktoranden verdeutlichen.
Die Daten zu den Doktoranden, die ihre Promotion erfolgreich abschließen, entstammen der amtlichen Prüfungsstatistik. Diese Angaben sind als umfassend und valide einzuschätzen. In der Prüfungsstatistik sind alle Promovierten erfasst.
In der Studie "International promovieren in Deutschland" des Pilotzentrums Internationales Doktorandenforum an der TU Kaiserslautern wurden ausländische und deutsche Doktoranden zu ihrer Studien- und Lebenssituation befragt. Die Untersuchung wurde in drei Wellen vom Oktober 2006 bis zum Juli 2008 mithilfe von onlinegestützten Fragebögen durchgeführt. In ihrem Rahmen konnten rund 3.000 deutsche und 500 ausländische Promovierende von zwanzig Universitäten befragt werden.
Aufgrund der fehlenden validen Statistik zu den Promovierenden kann für solche Befragungen die Grundgesamtheit wie auch damit im Zusammenhang die Repräsentativität nur geschätzt werden. Die Stichprobe der Studie "International promovieren in Deutschland" entspricht in wesentlichen Aspekten den Daten der amtlichen Statistik zu den Promovierenden.
